Wacholder: Gin muss Wacholder enthalten, sonst ist es kein Gin. Tatsächlich ist der Name „Gin“ eine englische Kurzform des niederländischen Wortes für Wacholder, „jenever“. Nicht zu verwechseln mit „Geneva“, also „Genf“, was sowohl ein Ort als auch eine Konvention, aber kein Getränk ist.
Koriandersamen: Manche Menschen sind genetisch gegen Koriander abgeneigt und glauben, er schmecke nach Seife. Sie sind nur komisch, also ist er im Gin.
Engelwurz: Auf Englisch heißt die Engelwurz „Angelica Root“, was man auch für den Namen einer berühmten Blues-Sängerin aus den 1920er Jahren aus der Mississippi-Region halten könnte. Hier ist sie allerdings botanisch gemeint.
Süßholzwurzel: Als siebter Sohn von Angelica (siehe oben) wurde Liquorice blind geboren und daher Bluesgitarrist. Seine Band, The Allsorts, ist außerhalb des Mississippi-Deltas unbekannt geblieben.
Orangenschale: Da Sie gefragt haben, die Farbe wurde um 1512 nach der Frucht benannt.
Kubebenpfeffer: In der chinesischen Tang-Dynastie verabreichten Ärzte Kubebenpfeffer, um den Appetit wiederherzustellen, „Dämonendünste“ zu heilen, das Haar zu verdunkeln und den Körper zu parfümieren. Mein Gin kann das möglicherweise auch alles. Lassen Sie uns wissen, wie es Ihnen damit ergeht und schicken Sie Fotos.
Rosmarin: Nicht die mythische Nietarbeiterin auf amerikanischen Rekrutierungsplakaten des Zweiten Weltkriegs, sondern einfach ein Kraut.
Kümmelkörner: Finnland liefert etwa 28 % des weltweiten Kümmelsamens. Auch viele der besten Rennfahrer. Das liegt daran, dass im Englischen das Wort „Car“ in beiden Berufsbezeichnungen vorkommt.
Ingwer: Obwohl in der traditionellen Medizin und als Nahrungsergänzungsmittel verwendet, gibt es keine überzeugenden Belege dafür, dass der Verzehr von Ingwer oder seinen Extrakten positive Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit hat. Aber falls doch, ist er im Gin.
Lorbeer: „Bay“ gibt es in verschiedenen Formen, zum Beispiel James und San Francisco. Hier ist natürlich das Blatt gemeint – sonst hätten wir es nicht Lorbeer genannt. Das passt auch leichter in unsere Destillieranlage.
Liebstöckel: In keltischen Traditionen glaubte man, Liebstöckel könne Erschöpfung lindern, und legte Reisenden in Gasthöfen seine Blätter in die Schuhe. Diese Tradition hat sich noch nicht auf meine Kneipe ausgeweitet, also ist er stattdessen im Gin.
Rote Bete: Der Legende nach war die Rote Bete die Wurzel von Aphrodites altersloser Schönheit. Da die Formulierung „der Legende nach“ jedoch ein sicheres Zeichen für Bullshit aus dem Craft-Gin-Marketing ist, ist sie hier im Gin, damit er gut schmeckt.
Salz: Wenn man Salz verschüttet, sollte man etwas davon über die Schulter werfen. Das bringt Glück, hält das Böse fern oder irritiert die Person am Tisch hinter einem – je nachdem, wohin man zielt. In diesem Zusammenhang wäre es so oder so eine absurde Verschwendung von Gin.